historie

Bild 210-1119

© philipp j. bösel & burkhard maus

In der Zeit vom 21. bis 29.Juni 1984 photographierten Philipp J. Bösel und Burkhard Maus einen bestimmten Teil der Berliner Mauer (Bernauer Strasse – Treptower Damm Weg).
Ziel war, diesem Bauwerk konzeptionell zu begegnen. Hieraus entstand „Die vermessene Mauer“. Vermessen – à double sens: Einerseits sollte die Mauer unter anderem Kommunikation zwischen den Menschen der Stadtteile verhindern – gewiss eine Vermessenheit, anderseits wurden circa 18,5 km der Mauer photographisch fixiert, quasi vermessen.
Die Vorgehensweise bedeutete Einhaltung von konzeptionellen Vorgaben hinsichtlich der graphische Darstellung und der vorgefundenen räumlichen Gegebenheiten. Auf der Grundlage dieser Stringenz wurde das Projekt „Die vermessene Mauer“ realisiert.
Das Resultat: 1000 monochrome Photographien für eine Ausstellung – 1985 im Kunstmuseum Aarhus „Muren som billede“.


Bereits 1985 nahm die Bibliothèque nationale de France die Kontaktbögen „Le Mur (dé)mesuré“ in ihre photographische Sammlung auf.


Bundesarchiv sicherte sich 2009 alle Negative (Titel „Bild 120 Sammlung Philipp J. Bösel und Burkhard Maus“).


Und 2014 erschien die Publikation „Die Berliner Mauer 1984 von Westen aus gesehen“ (ISBN 978-3-86206-384-0- Kettler Verlag) mit allen 1144 monochromen Photographien.